21 May 2013
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Aufarbeitung der Finanzkrise kostete Steuerzahler Milliarden

kapital24 | 23.06.2012, 10:30


Die Aufarbeitung der Finanzkrise kommt dem deutschen Steuerzahler teuer zu stehen. Die Kosten gehen in die Milliardenhöhe. Ein Beispiel hierfür ist das Debakel der WestLB. Viele öffentliche Banken kamen im Zuge der Finanzkrise ins Straucheln und benötigten Hilfe von Seiten der öffentlichen Hand. In Nordrhein-Westfalen präsentiert das Finanzministerium nun jedoch die Rechnung, die das Debakel mit der WestLB hinterlässt.

Demnach müssen die Steuerzahler für Kosten in Höhe von bis zu 18 Milliarden Euro aufkommen. Für die Steuerzahler erwies sich die krisengeschüttelte WestLB in erster Linie als Milliardendesaster. Am Mittwoch gab Norbert Walter-Borjas, Finanzminister von NRW, bekannt, dass sich die möglichen Belastungen seit dem Jahr 2005 auf eine Summe von 18 Milliarden Euro belaufen. Dabei wurden die absehbaren künftigen Verluste bereits berücksichtigt.

Von der Summe entfallen insgesamt drei Milliarden Euro auf den Bund. Weitere neun Milliarden müssen von dem Land gestemmt werden. Eine Summe in Höhe von rund sechs Milliarden Euro könnte schließlich auch auf die Sparkassen zukommen. Den Angaben des Ministers zufolge sind in der Milliardensumme sämtliche Kostenpositionen berücksichtigt. Dazu gehören beispielsweise Kosten für den Niedergang der Bank in den letzten Jahren. Doch auch die Milliarden für Staatsgarantien und Pensionslasten wurden in entsprechender Form berücksichtigt.

Mit Blick auf die nun gefundene Lösung für den radikalen Umbau der West-LB erklärte Walter-Borjan, dass diese tragfähig zu sein scheint. Doch auch weiterhin gibt es mit Blick auf den geplanten Umbau sogenannte Unwägbarkeiten. Die Gremien der Sparkassen müssen die getroffene Einigung beispielsweise noch absegnen. Das Land NRW, die Sparkassen und der Bund haben sich am vergangenen Montag auf eine milliardenschwere Lastenverteilung geeinigt.


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